Risikoklassen

Mit der Vermittlung von Investmentfonds unterliegen wir den Bestimmungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG). Nach diesem Gesetz sind Wertpapierdienstleistungsunternehmen verpflichtet, bei den betroffenen Geschäften Angaben über die
- Erfahrungen oder Kenntnisse,
- mit den Geschäften verfolgten Ziele und
- finanzielle Verhältnisse
ihrer Kunden einzuholen. Aus diesen Angaben ergibt sich anschließend das Risikoprofil des Anlegers und eine Zuordnung in eine der nachfolgend aufgeführten Risikoklassen:
1. Sicherheitsorientiert (Risikoklasse 1):
Eine kontinuierliche Wertentwicklung des eingesetzten Kapitals. Dabei wird eine niedrige Verzinsung des angelegten Kapitals in Kauf genommen. In dieser Risikoklasse steht der Kapitalerhalt der Kapitalanlage im Vordergrund.
Kurzfristige Risiken aus geringen Kursschwankungen. Mittel- und langfristig ist ein Vermögensverlust aber unwahrscheinlich.
Einen Monat und länger.
- Beispielhafte Fondsgruppen:
Geldmarktfonds in Euro und geldmarktnahe Fonds in Euro.
2. Konservativ (Risikoklasse 2):
Die Sicherheit der Kapitalanlage ist dem Anleger wichtig, aber für Renditevorteile werden auch Verlustrisiken in Kauf genommen.
Kurzfristig sind moderate Kursschwankungen im Aktien-, Zins- und Währungsbereich möglich. Aber auch Bonitätsrisiken festverzinslicher Wertpapiere sind vorhanden. Mittelfristig und insbesondere langfristig ist ein Vermögensverlust unwahrscheinlich.
Drei Jahre und länger.
- Beispielhafte Fondsgruppen:
Offene Immobilienfonds, Rentenfonds in Euro, international breit gestreute Rentenfonds mit Investment in einer Hartwährung (z. B. US-Dollar, Britisches Pfund, Schweizer Franken), gemischte Fonds mit dem Schwerpunkt auf festverzinslichen Wertpapieren in einer Hartwährung.
3. Dynamisch (Risikoklasse 3):
Höheres Kapitalwachstum durch die Erzielung höherer Zinserträge, Währungs- und Kursgewinne. Dieses wird erreicht mit Unterstützung der Aktienmärkte.
Höhere Risiken aus den Kursschwankungen im Aktien-, Zins- und Währungsbereich. Hinzu kommen Bonitätsrisiken von festverzinslichen Wertpapieren. Grundsätzlich sind Kursverluste möglich.
Mindestens fünf Jahre.
- Beispielhafte Fondsgruppen:
Internationale Rentenfonds mit ungesicherten Fremdwährungspositionen, Fonds für Wandel- und Optionsanleihen, gemischte Fonds mit dem Schwerpunkt Aktienanlagen, internationale Aktienfonds, europäische Aktienfonds und Länderfonds aus Industrieländern.
4. Risikobewusst (Risikoklasse 4):
Die Ertragserwartungen liegen deutlich über dem marktüblichen Zinsniveau. Dies ist realisierbar durch überdurchschnittlich hohe Erträge sowie Kurs- und Währungsgewinne.
Überdurchschnittliche Risiken aus Kursschwankungen im Aktien-, Zins- und Währungsbereich. Dazu kommen Bonitätsrisiken bei festverzinslichen Wertpapieren. Ein Vermögensverlust bis zum Totalverlust des eingezahlten Kapitals ist möglich.
Mindestens zehn Jahre. Besser und damit sicherer ist ein längerer Anlagehorizont.
- Beispielhafte Fondsgruppen:
Aktienfonds mit der Ausrichtung auf einzelne Schwellenländer, Schwellenländerfonds, Regionen-, Branchen-, Themenfonds und Dach-Hedgefonds.
Die genaue Bezeichnung und die Anzahl der Risikoklassen ist nicht genormt und abhängig von der individuellen Aufteilung des anbietenden Wertpapierdienstleistungsunternehmens. |