Kirchhoff & Runge Finanzdienstleistungen GbR - Physische Edelmetalle


 

Physische Edelmetalle

Der Aufbau einer gesunden Vermögensstruktur und damit verbunden die Streuung der vorhandenen Vermögenswerte auf verschiedene Anlageformen, wie zum Beispiel Aktien, Rentenpapiere, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle, resultiert auf den Erfahrungswerten, die in den vergangenen Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten bei der Vermögensbildung und Vermögensvernichtung gemacht wurden. In der jungen deutschen Vergangenheit gab es bereits Währungsreformen, die die Notwendigkeit einer Risikostreuung bei der Geldanlage verdeutlichten. Zu Beginn dieses Jahrtausends führte die Schuldenkrise in Argentinien zu einem Vertrauensschwund in die Währung Peso und damit zu einem drastischen Verlust der Kaufkraft (Inflation) dieser Währung. Auch die im Jahr 2008 in den Vereinigten Staaten geplatzte Immobilienblase, die sich zwischenzeitlich zu einer weltweiten Finanzkrise entwickelte, machte deutlich, dass auch europäische Staaten Finanzprobleme bekommen können und diese die Gemeinschaftswährung Euro gefährden. Nur mit einer Darlehensvergabe der Euro-Länder und des Internationalen Währungsfonds (IWF) konnte Griechenland vor der Staatspleite gerettet werden. Nach den Erfahrungen mit Griechenland wurde durch die Euro-Länder und dem IWF ein gigantischer europäischer Rettungsschirm aufgespannt, der bisher nur von Irland und Portugal in Anspruch genommen wurden musste. Ob weitere Euroländer, wie beispielsweise Zypern, Belgien, Spanien und Italien diesen Rettungsschirm ebenfalls in Anspruch nehmen müssen, bleibt abzuwarten. Bereis zu diesem Zeitpunkt steht fest, dass der Rettungsschirm nicht für eine Rettung von Italien und Spanien ausgelegt wurde. Benötigen diese großen europäischen Volkswirtschaften trotzdem finanzielle Unterstützung, stellt sich für uns die Frage, wer die Retter nach der Rettungsaktion retten soll?

 

In der Geschichte des Papiergeldsystems erreichten alle Papiergeldwährungen früher oder später immer ihren wahren Wert, nämlich den Papierwert. Keiner kann Ihnen den genauen Zeitpunkt sagen, wann dieses Schicksal den Euro, US-Dollar und japanischen Yen heimsuchen wird. Für uns steht jedenfalls fest, dass dieses Schicksal früher oder später auch diesen bedeutenden Währungen bevorstehen wird. Aufgrund der aktuellen Schuldenproblematik der Industrieländer in Europa, USA und Japan verbunden mit einer expansiven Geldpolitik der Notenbanken wird die Entwertung des Papiergeldsystems voraussichtlich eher früher als später eintreten. 

 

Für den kritischen Anleger stellt sich die Frage, ob die Staatsverschuldung der Bundesrepublik Deutschland, die mittlerweile über 2 Billion Euro ohne Verpflichtungen der Sozialversicherungsträger beträgt, jemals zurückgezahlt werden kann. Voraussetzung für eine Preisstabilität ist, dass die Neuverschuldung weiter zurückgeführt und in absehbarer Zeit beendet wird und erwirtschaftete Überschüsse der öffentlichen Haushalte zur Schuldentilgung verwendet werden. Wir gehen davon aus, dass auch ohne die aktuell bestehende weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise eine Rückzahlung der Staatsschulden politisch nicht durchsetzbar und deshalb in vielen europäischen Ländern unter anderem auch in Deutschland nicht mehr möglich ist. Für uns sind die eingeleiteten Maßnahmen zur Bekämpfung der vorweg aufgeführten Krisen, insbesondere der Aufkauf von Staatsanleihen (quantitative easing) durch die amerikanische Notenbank FED und die europäische Notenbank EZB nur der Treibstoff für eine sich beschleunigende Geldentwertung, die zwischenzeitlich von Deflationsphasen unterbrohen wird. 

 

Wie sich ein Kollabieren der öffentlichen Haushalte auf die Gemeinschaftswährung Euro auswirken wird, ist zu diesem Zeitpunkt nicht voraussehbar. Wir erwarten spätestens ab dem Jahr 2012 ein deutliches Anziehen der Inflationsraten. Ein starker Preisanstieg kann früher oder später in einen Währungsschnitt oder einer Währungsreform enden. 

Kommt es zu einem deutlichen Anstieg der Inflation besitzen Sie mit dem Sachwert Edelmetall eine Versicherung gegen schlechte Zeiten. Mit einer Anlage in Edelmetalle steht nicht die Vermögensmehrung sondern der Kapitalerhalt des vorhandenen Vermögens im Vordergrund der Anlageentscheidungen. 

 

Je kleiner die Münzen oder Barren sind, umso höher ist aufgrund der Präge- und Herstellkosten der reine Metallpreis. Ob Sie Münzen oder Barren erwerben, ist abhängig von Ihrer strategischen Ausrichtung (Zweck des Erwerbs). Grundsätzlich geben wir zu bedenken, dass mit Edelmetallbarren nur sehr schwierig der Erwerb von Gütern des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Kleidung, Miete, Energie u.s.w.) möglich sein wird. Aus diesem Grunde bietet sich insbesondere bei einer größeren Anlage in Edelmetalle eine Streuung auf Münzen und Barren und auf unterschiedliche Edelmetalle an.

 

Bei der Aufbewahrung von physischen Edelmetallen scheiden sich die Geister. Die meisten nutzen für eine sichere Verwahrung die Schließfächer der Banken. Dabei ist zu bedenken, dass insbesondere bei Finanzkrisen Banken geschlossen werden können. Sollte der Besitz von Gold verboten werden, wie es in Deutschalnd und den Vereinigten Staaten in der Vergangenheit bereits vorkam, werden voraussichtlich zuerst die Schließfächer der Banken nach verbotenen Edelmetallen durchsucht. Der persönliche Besitz in den eigenen vier Wänden oder im Vorgarten des Hauses birgt die Gefahr des Abhandenkommens und ist deshalb mehr für kleinere Beträge und nicht für alle Anleger eine Alternative. Unabhängig davon, welche Verwahrung für Sie geeignet ist, sollten Sie im Notfall innerhalb von wenigen Stunden auf das physische Edelmetall zurückgreifen können, in der Hoffnung, dass dieser Notfall niemals eintreten wird.

 

Bei den bekanntesten Edelmetallen handelt es sich um Gold, Silber, Platin und Palladium. Die Edelmetalle Gold und Silber können wir Ihnen als Barren und Münzen vermitteln. Palladium und Platin können Sie über uns ausschließlich als Barren erwerben. Mittlerweile bieten wir auch den steuerfreien Erwerb und die Lagerung von physischen Gold, Silber, Platin und Palladium zu sehr günstigen Konditionen über eine große deutsche Einkaufsgemeinschaft mit Lagerstätten in der Schweiz an. Außer der jährlichen Verwaltungsgebühr in Höhe von 1,20 % inklusive Umsatzsteuer des Depotwertes fallen beim Anleger keine weiteren Kosten für den Erwerb, Lagerung und der späteren Auslagerung bzw. Veräußerung der Edelmetalle an.

 

Zur Absicherung des vorhandenen Vermögens empfehlen wir unseren Kunden, entsprechend der persönlichen Risikoneigung, jeweiligen Anlageziele und der vorhandenen Vermögensstruktur Anlagen in Edelmetalle zwischen 5 % bis 20 % des vorhandenen Vermögens vorzunehmen. 

 


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